„ORTE DER UNMENSCHLICHKEIT"   (Arbeitstitel)

Ein Projekt gegen das Vergessen 

Beim Projekt „ORTE DER UNMENSCHLICHKEIT" geht es um die kontextuelle Darstellung von Gefängnissen u. Lagern für politische Häftlinge, die alle nach dem 2. Weltkrieg errichtet oder als solche genützt wurden:

- S 21, Kambodscha 

- Robben Island, Südafrika 

- Perm 36, Russland  

- Bautzen II u. Hohenschönhausen, ehemalige DDR 

- Amna Suraka, Irak 

- Penal de Emboscada, Paraguay 

In diesen Lagern haben politische Gefangene Zwangsarbeit verrichtet, wurden gefoltert, gedemütigt und ermordet.
Obwohl die Zahl der Todesopfer in die Zehntausende geht, spielt die Aufarbeitung bis heute eine untergeordnete Rolle. 

Das Schweigen und Wegschauen scheint ein historisches und menschliches Kontinuum zu sein. So wie man in vielen Lagern die Leichen der Opfer verschwinden ließ und jegliche Angaben über ihr Schicksal verschwieg, wird die Erinnerung an diese politische Gewalt bis heute ignoriert, verzögert oder verweigert. Diese politische Gewalt setzt sich bis heute fort.

Das Vergessen ist eine Schwester der Erinnerung.
Und die Fähigkeit des Menschen zu vergessen, scheint größer als das Erinnerungsvermögen.

Bilder und Texte lassen die Lager zu „Zeugen" werden, die von den in ihnen begangenen Gräueltaten sprechen.

Ziel des Vorhabens ist ein Buch und ein Video mit Auszügen der Interviews, sowie eine Wanderausstellung, die vor allem in Schulen u. a. öffentlichen Einrichtungen gezeigt wird und damit einen Beitrag zur Reflexion und Enttabuisierung leistet.  

„ORTE DER UNMENSCHLICHKEIT"  ist ein Projekt über Zukunft. 
Es ist – mit Solschenizyn -  „all jenen gewidmet, die nicht genug Leben hatten, um dies zu erzählen".